Wenn Konzentration, Organisation oder innere Unruhe den Alltag belasten, lohnt sich ein genauer Blick. Eine fundierte Abklärung zeigt, was hinter den Beschwerden stehen kann – und welche Unterstützung passt.
ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Sie kann die Steuerung von Aufmerksamkeit, Aktivität und Impulsen erschweren. Die Merkmale sind individuell unterschiedlich ausgeprägt. „ADS“ ist eine ältere Bezeichnung für eine Ausprägung, bei der Unaufmerksamkeit im Vordergrund steht.
Aufgaben beginnen, bei ihnen bleiben und sie abschließen kann viel Kraft kosten.
Gedanken springen; Abschalten und Erholen fallen schwer – auch ohne sichtbare Unruhe.
Reaktionen, Entscheidungen oder Worte kommen mitunter schneller als gewünscht.
Wenn die Schwierigkeiten seit längerer Zeit bestehen, sich in mehreren Lebensbereichen auswirken und Hinweise bis in die Kindheit zurückreichen. ADHS kann auch dann vorliegen, wenn sie erst im Erwachsenenalter erkannt wird.
Ähnliche Beschwerden können etwa mit Schlafproblemen, Überlastung, Depressionen, Ängsten oder körperlichen Erkrankungen zusammenhängen. Ein Online-Test oder ein einzelner Leistungswert kann ADHS deshalb weder sicher feststellen noch ausschließen.
Dipl.-Psych. Andreas Grimm begleitet Sie von der diagnostischen Klärung bis zur alltagsnahen Beratung und psychologischen Behandlung.
Wir besprechen Ihr Anliegen, Ihre Fragen und Ziele. Sie erfahren, welche Abklärung sinnvoll ist. Umfang und Kosten werden im Erstgespräch besprochen, bevor Sie die weiteren Schritte vereinbaren.
Gespräche zu aktuellen Beschwerden, Entwicklung und Alltag bilden den Kern. Strukturierte Interviews und Fragebögen – etwa DIVA-5 oder HASE – können ergänzen. Bei Bedarf kommen neuropsychologische Tests und eine ärztliche Abklärung hinzu.
Wir besprechen die Befunde verständlich und sorgfältig: Was spricht für ADHS, welche anderen Erklärungen sind wichtig, und welche nächsten Schritte ergeben sich für Sie?
Auf Wunsch arbeiten wir anschließend an konkreten Alltagsthemen: Prioritäten setzen, Aufgaben planen, Zeit und Termine organisieren, Routinen entwickeln und mit Aufschieben oder Überforderung umgehen.
Falls vorhanden, bringen Sie frühere Befunde, Schulzeugnisse und eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mit. Fehlen solche Unterlagen, ist ein Erstgespräch trotzdem möglich.
Ob Medikamente sinnvoll sind, entscheidet eine entsprechend qualifizierte Ärztin oder ein Arzt nach diagnostischer und medizinischer Prüfung gemeinsam mit Ihnen. Eine ADHS-Diagnose bedeutet nicht automatisch, dass Medikamente nötig sind.