Wenn der Boden zu wanken scheint oder sich alles dreht, verunsichert das. Eine gezielte Abklärung zeigt, was dahintersteckt – und was hilft.
Schwindel ist ein Sammelbegriff für Gefühle wie Drehen, Schwanken oder Benommenheit. Er kann vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr (peripher) oder vom Gehirn (zentral) ausgehen – und auch durch Blutdruck, Medikamente oder seelische Belastung mitbedingt sein.
Karussellgefühl, oft mit Übelkeit – etwa beim Lagewechsel oder Umdrehen im Bett.
Unsicherheit beim Gehen, wie auf einem Schiff – dauerhaft oder in bestimmten Situationen.
Das Gefühl, „nicht ganz da“ zu sein, oder Schwarzwerden vor Augen beim Aufstehen.
Wenn Schwindel wiederholt auftritt, länger anhält, zu Stürzen führt oder Sie Angst vor dem Alltag entwickeln.
Häufig ist die Ursache gut behandelbar, etwa beim gutartigen Lagerungsschwindel. Weil man die Ursache nicht sehen kann, braucht es eine gezielte Untersuchung – ein einzelner Test reicht nicht.
Rufen Sie den Notruf 112, wenn Schwindel zusammen mit Lähmungen, Taubheit, Sprach- oder Sehstörungen (Doppelbilder), starkem Kopfschmerz, Bewusstseinsstörung oder Brustschmerz auftritt.
Unser ärztliches Team begleitet Sie von der Abklärung bis zur Verlaufsbetreuung – bei Privomed Neuro kassenärztlich und privat, bei Privomed privatärztlich.
Wir hören zu: Wann und wie haben die Beschwerden begonnen, wie verlaufen sie, was verstärkt oder lindert sie? Frühere Befunde, Bildgebung und Ihre aktuellen Medikamente fließen ein.
Wir untersuchen Augenbewegungen, Gleichgewicht und Nerven und ordnen ein, ob Innenohr oder Gehirn beteiligt sind. Bei Bedarf kommen weitere Untersuchungen hinzu, etwa Ultraschall der Halsgefäße oder Bildgebung.
Wir besprechen die Ergebnisse verständlich und sorgfältig: Was ist die wahrscheinliche Ursache, welche anderen Erklärungen wurden geprüft, und welche nächsten Schritte ergeben sich für Sie?
Je nach Ursache reichen die Maßnahmen von Lagerungsübungen und Gleichgewichtstraining bis zur medikamentösen Behandlung. Wir begleiten den Verlauf und stimmen uns bei Bedarf mit weiteren Fachärzten ab, etwa aus der HNO.
Notieren Sie, wann der Schwindel auftritt, wie lange er dauert und was ihn auslöst. Bringen Sie Befunde, Ihre Medikamentenliste und – falls vorhanden – HNO-Befunde mit.
Stehen Sie langsam auf, trinken Sie ausreichend und meiden Sie Situationen mit Sturzgefahr. Feste Schuhe und Haltegriffe geben Sicherheit.