Wenn gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit oder innere Leere über längere Zeit anhalten, sind sie mehr als eine Phase. Eine sorgfältige Einordnung schafft Klarheit und zeigt, welche Unterstützung passt.
Eine Depression ist eine ernsthafte, aber gut behandelbare Erkrankung, die Stimmung, Antrieb, Denken und Körper betrifft. Sie ist keine Charakterschwäche und hat viele mögliche Ursachen. Depressive Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von leicht bis schwer.
Anhaltende Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit oder Leere – auch bei Dingen, die früher Freude gemacht haben.
Kraftlosigkeit und Rückzug; selbst einfache Aufgaben werden nur mühsam bewältigt.
Grübeln, Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme sowie Veränderungen von Schlaf und Appetit.
Wenn die Beschwerden mindestens zwei Wochen bestehen, den größten Teil des Tages spürbar sind und Alltag, Arbeit oder Beziehungen beeinträchtigen.
Ähnliche Beschwerden können durch körperliche Erkrankungen (etwa der Schilddrüse), Medikamente, Schlafmangel oder Trauer entstehen. Eine ärztliche Abklärung gehört deshalb dazu. Ein Online-Test kann eine Depression weder sicher feststellen noch ausschließen.
Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, oder sich in einer akuten Krise befinden, warten Sie bitte nicht auf einen Termin. Rufen Sie den Notruf 112 an oder wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (kostenfrei, rund um die Uhr): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116 117 erreichbar.
Dipl.-Psych. Andreas Grimm begleitet Sie von der diagnostischen Klärung bis zur alltagsnahen Beratung und psychologischen Behandlung.
Wir besprechen Ihr Anliegen, Ihre Fragen und Ziele. Sie erfahren, welche Abklärung sinnvoll ist. Umfang und Kosten werden im Erstgespräch besprochen, bevor Sie die weiteren Schritte vereinbaren.
Im Gespräch erfassen wir Beschwerden, Verlauf, Belastungen und Ressourcen. Strukturierte Fragebögen können die Einschätzung ergänzen. Bei Bedarf kommt eine ärztliche Abklärung hinzu.
Wir besprechen die Ergebnisse verständlich und sorgfältig: Was zeigt sich, welche anderen Erklärungen sind wichtig, und welche nächsten Schritte ergeben sich für Sie?
Auf Wunsch begleiten wir Sie im Alltag: Tagesstruktur aufbauen, belastende Gedankenmuster erkennen sowie Aktivität und Erholung Schritt für Schritt planen.
Bringen Sie, falls vorhanden, frühere Befunde und Arztbriefe sowie eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mit. Fehlen solche Unterlagen, ist ein Erstgespräch trotzdem möglich.
Ob Medikamente sinnvoll sind, entscheidet eine entsprechend qualifizierte Ärztin oder ein Arzt gemeinsam mit Ihnen. Je nach Ausprägung kommen Gespräche, Medikamente oder beides in Betracht.