Wenn belastende Erlebnisse nicht loslassen und Erinnerungen, Anspannung oder Vermeidung den Alltag bestimmen, lohnt sich ein genauer Blick. Eine sorgfältige Einordnung zeigt, was hinter den Beschwerden stehen kann – und welche Unterstützung passt.
Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann nach einem extrem belastenden Ereignis entstehen, etwa nach einem Unfall, nach Gewalt oder Katastrophen – manchmal auch erst nach Wochen oder Monaten. Sie zeigt sich vor allem durch Wiedererleben, Vermeidung und anhaltende Anspannung.
Belastende Erinnerungen, Albträume oder Flashbacks, die sich ungewollt aufdrängen.
Orte, Gespräche oder Situationen, die an das Ereignis erinnern, werden gemieden.
Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit sowie Schlaf- und Konzentrationsprobleme.
Wenn die Beschwerden mehrere Wochen nach dem Ereignis anhalten oder zunehmen und Ihren Alltag, Ihren Schlaf oder Ihre Beziehungen belasten.
Nicht jede Belastungsreaktion nach einem schweren Erlebnis ist eine PTBS – viele Reaktionen klingen mit der Zeit ab. Ähnliche Beschwerden können auch bei Depressionen, Ängsten oder körperlichen Ursachen auftreten. Ein Online-Test kann eine PTBS weder sicher feststellen noch ausschließen.
Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, oder sich in einer akuten Krise befinden, warten Sie bitte nicht auf einen Termin. Rufen Sie den Notruf 112 an oder wenden Sie sich an die Telefonseelsorge (kostenfrei, rund um die Uhr): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116 117 erreichbar.
Dipl.-Psych. Andreas Grimm begleitet Sie von der diagnostischen Klärung bis zur alltagsnahen Beratung und psychologischen Behandlung.
Wir besprechen Ihr Anliegen, Ihre Fragen und Ziele. Sie erfahren, welche Abklärung sinnvoll ist. Umfang und Kosten werden im Erstgespräch besprochen, bevor Sie die weiteren Schritte vereinbaren.
Sie bestimmen, wie viel Sie zum Ereignis erzählen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Beschwerden, Verlauf und Belastbarkeit; Fragebögen können ergänzen. Bei Bedarf kommt eine ärztliche Abklärung hinzu.
Wir besprechen die Ergebnisse verständlich und sorgfältig: Was zeigt sich, welche anderen Erklärungen sind wichtig, und welche nächsten Schritte ergeben sich für Sie?
Auf Wunsch arbeiten wir an Stabilisierung und Alltagsbewältigung: Anspannung regulieren, Auslöser verstehen, Schlaf und Sicherheitsgefühl stärken. Ob eine spezialisierte Traumatherapie sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.
Bringen Sie, falls vorhanden, frühere Befunde und eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mit. Sie müssen im Erstgespräch nichts erzählen, was Sie nicht erzählen möchten.
Stabilität kommt vor Aufarbeitung: Wir gehen so schnell oder so langsam vor, wie es für Sie passt.