Neurologie

Unser Fachbereich für Krankheiten des Nervensystems, wie Parkinson, Epilepsie, Multiple Sklerose, Migräne und auch die Vor- und Nachsorge bei Schlaganfall. Die Neurophysiologie erkennt durch Messungen der elektrischen Leitfähigkeit von Nerven, Schädigungen des Gehirns, des Rückenmarks und des peripheren Nervensystems.

Wir bieten wir Ihnen eine individuelle Diagnostik und Behandlung auf modernem technischem und hohem fachlichem Niveau. Unser freundliches Mitarbeiterteam begleitet Sie und möchte Ihnen den Aufenthalt in der Praxis so angenehm wie möglich gestalten.

Neurologische Messungen

Infusionen

Kurze Wartezeiten

Alle Krankenkassen

01. Elektroenzephalografie (EEG)

Das EEG ist ein Verfahren zur Messung von Hirnströmen. Die Messung erfolgt nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) über mehrere Elektroden an der Kopfhaut, die mittels einer Haube aufgebracht werden. Eine EEG-Messung dauert meist 10 bis 20 Minuten, ist gefahrlos und schmerzlos durchführbar. Bei speziellen Fragestellungen im Rahmen der Abklärung von Anfallsleiden werden zudem Provokationsmethoden angewandt (Photostimulation oder Hyperventilation).

Die Methode kommt vor allem zur Abklärung von Bewusstseinsstörungen und Anfällen (z.B. Synkopen, Epilepsie), Gedächtnisstörungen, psychischen Auffälligkeiten und bei zentral wirksamen Medikamenten zum Einsatz. 

02. Elektroneurographie (NLG)

Die Elektroneurographie misst den Stromfluss in den großen Körpernerven und zeichnet diesen auf. Wird der jeweilige Nerv elektrisch gereizt, löst dies eine Reaktion aus, die mit Elektroden gemessen werden kann. Zentraler Messwert ist die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG), die auf den Schweregrad einer Nervenschädigung rückschließen läßt.

Die Neurographie ist eine Methode zur Bestimmung des bioelektrischen Funktionszustandes eines peripheren Nerven. Durch die Messung von Latenzen, Nervenleitgeschwindigkeiten und Amplituden peripherer, sensibler und/oder motorischer Nerven können Informationen über den Typ und den Ort einer Leitungsstörung gewonnen werden. Oft wird die Neurographie wird mit der Elektromyographie kombiniert.

Durch Registrierung der F-Wellen motorischer Nerven können Aussagen über die Nervenleitung bis in die Vorderhornzelle im Rückenmark getroffen werden.

Der H-Reflex des N. tibialis gibt Auskunft über den Zustand des Muskeleigenreflexbogens und kann daher bei der Untersuchung auf Störungen der Nervenwurzel S1 hilfreich sein. 

Die elektrische Serienstimulation bestimmter motorischer Nerven erlaubt, Störungen der Erregungsübertragung vom Nerven auf die abhängige Muskulatur zu untersuchen (Myasthenia gravis).

Mögliche Indikationen sind z.B. Nervenverletzung, Nervenkompression (Karpaltunnel-Syndrom u.a.), metabolische, toxische oder entzündliche Schädigung einzelner oder mehrerer Nerven (z.B. Polyneuritis, Polyneuropathie), Plexusschädigungen, Nervenwurzelschädigung (Bandscheibenvorfall), Myasthenia gravis.

Reflexuntersuchungen wie der Blinkreflex (Orbicularis-oculi-Reflex) und der Masseter-Hemmreflex können bei Erkrankungen des Hirnstamms wichtige diagnostisch Hinweise liefern.

Die Herzfrequenzvarianz ist eine EKG-Untersuchung der Anpassungsfähigkeit der Herzaktionen an die Leistung, Ein- und Ausatmung (u.a. gestört bei einer diabetischen Neuropathie oder M. Parkinson)

03. Elektromyographie (EMG)

Bei diesem Verfahren werden mittels einer speziellen dünnen in den Muskel eingestochenen Myographienadel normale und krankhaft veränderte Muskelaktionspotentiale registriert und ausgewertet. Damit können Hinweise für Muskelerkrankungen (Myopathien) und periphere Nervenerkrankungen (Neuropathien) verschiedener Ursache gefunden werden. Außerdem kann das Verfahren zur Beurteilung der Muskelaktivität bei Dystonien sowie zur gezielten Injektion von Botulinumtoxin eingesetzt werden.

Für die neurographischen Methoden und EMG steht uns ein Gerät der Firma CADWELL zur Verfügung, das momentan den Topstandard in der Neurophysiologie weltweit darstellt.

04. Ultraschall der hirnversorgenden Arterien

Die Doppler- und Duplexsonographie sind zwei sich ergänzende Ultraschallverfahren, die schmerz- und risikofrei sind, ohne großen Aufwand durchgeführt werden können und einen diagnostisch sicheren und wertvollen Einblick in die Durchblutungssituation der extra- und intrakraniellen hirnversorgenden Arterien ermöglichen.

Bei der reinen Dopplersonographie wird der Blutfluß in den hirnversorgenden Arterien beurteilt. Dabei können Einengungen (Stenosen) erkannt werden.

Für die Farbduplexsonographie steht ein modernes hochauflösendes Gerät der Firma Mindray zur Verfügung. Beurteilt werden der Verlauf der Blutgefäße, das Gefäßkaliber und die Beschaffenheit der Gefäßwand, arteriosklerotische Ablagerungen und deren Ausmaß für weitere Verlaufskontrollen, das Flußprofil, und die Kollateralversorgung, der Verlauf nach Stents und Carotis-OPs oder transcraniell nach extra-/intrakraniellem Bypass.

Indikationen: Hirndurchblutungsstörungen, Schlaganfall oder dessen Vorboten, Schlaganfallprophylaxe bei vaskulären Risikofaktoren (familiäre Prädisposition, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Diabetes mellitus, Nikotin u.a.), Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerz-Syndromen, Gedächtnisstörungen etc.

05. Nervensonographie

Die Nervensonographie ist eine Ultraschalluntersuchung peripherer Nerven und wird bei Nervenkompressionen (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Sulcus-ulnaris-Syndrom, Tarsal-Tunnelsyndrom, vor und nach Operationen) oder Polyneuropathie-Formen (vor allem bei genetischer oder entzündlicher Ursache) eingesetzt. Sie ist eine wertvolle Ergänzung zur Neurographie. Die Untersuchung ist schmerzfrei und nicht belastend. Hierfür steht ein modernes hochauflösendes Sonographiegerät der Firma Mindray zur Verfügung.

06. Evozierte Potentiale (EVOP)

Mit dieser ursprünglich aus dem EEG abgeleiteten Methode werden mittels verschiedener Reize elektrische Potentiale entlang von Nervenbahnen, im Rückenmark und im Gehirn ausgelöst („evoziert“). Diese werden wie beim EEG mit Elektroden (Klebeelektroden oder Akupunkturnadeln) von der Kopfhaut über den entsprechenden Hirnregionen abgeleitet. Die Messungen erfolgen nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN)

  • Visuell evozierte Potentiale (VEP)

Diese Messung dient der Beurteilung der Funktion des Sehnerven (N. opticus) und der Sehbahn. Durch einen visuellen Reiz (Schachbrettmusterumkehr auf einem Monitor) werden bioelektrische Potentiale in der Netzhaut erzeugt und mit einer Latenz von ca. 100ms in die Sehrinde fortgeleitet. Diese P100-Potentiale werden über der Sehrinde (visueller Cortex) mit Elektroden abgeleitet.
Indikationen: Sehstörungen, Opticusneuritis bei Multipler Sklerose.

  • Somatosensibel evozierte Potentiale (SSEP)

Die somatosensibel evozierten Potentiale erlauben eine Funktionsbeurteilung der gesamten sensiblen Leitungszeit über alle 3 sensiblen Neurone von der Peripherie, über das Rückenmark, den Thalamus bis in den sensorischen Cortex. Durch Stimulation eines peripheren sensiblen Nervenanteils werden bioelektrische Potentiale mit einer Latenz von ca. 20ms (Armnerven), bzw. 40ms (Beinnerven) in der sensiblen Hirnrinde erzeugt. Diese N20- und P40-Potentiale werden über dem sensiblen Cortex mit Elektroden abgeleitet. Eine Unterscheidung zwischen peripherer und zentraler Leitungszeit ist durch eine fraktionierte Ableitung möglich.

Indikationen: Zentrale oder periphere sensible Nervenschädigungen 

  • Akustisch evozierte Potentiale (AEP)
    Die sogenannten frühen akustisch (durch ein Klickgeräusch) hervorgerufenen (evozierten) Potentiale dienen der Feststellung einer peripheren (Hörnerv) oder zentralen (Hörbahn) Leitungsstörung bis zur Hörrinde (akustischer Cortex). Mittels der über der Hörrinde angebrachten Elektroden können spezifische Potentiale abgeleitet und anhand von Normwerten beurteilt werden.
    Indikationen: Akustikusneurinom, Differentialdiagnose von Schwindelerkrankungen.
  • Motorisch evozierte Potentiale (MEP)

Die motorisch evozierten Potentiale dienen der Beurteilung der motorischen Leitungsbahnen von der motorischen Hirnrinde (Cortex) über die Pyramidenbahn (1. Motoneuron) und die peripheren Nerven (2. Motoneuron) zu dem Zielmuskel. Die motorische Hirnrinde wird durch die Schädeldecke hindurch schmerzlos magnetisch stimuliert (transcranielle Magnetstimulation), die erzeugten motorischen Potentiale von dem Zielmuskel mittels aufgeklebten Oberflächenelektroden abgeleitet. Eine fraktionierte Ableitung erlaubt die Unterscheidung der Funktion des 1. und des 2. Motoneurons.

Indikationen: Multiple Sklerose, amyotrophe Lateralsklerose (ALS) u.a. 

05. Botulinum-Therapie

Das von dem grampositiven Bakterium Clostridium botulinum gebildete Botulinumtoxin (BT) war bis in die 1970er Jahre hinein als Ursache einer in den Industrienationen heute seltenen Lebensmittelintoxikation (Botulismus) bekannt. Inzwischen hat sich Botulinumtoxin zu einem Standardtherapeutikum in der Neurologie und wichtigen Medikament in vielen anderen medizinischen Fachgebieten entwickelt. Botulinumtoxin wird in einer verdünnten Lösung mit einer sehr feinen Nadel in genau definierte Muskelareale injiziert und führt nach 3 – 5 Tagen zu einer umschriebenen Abschwächung der Muskelkraft. Der Effekt hält 3-6 Monate an, weshalb die Injektionen in diesen zeitlichen Intervallen wiederholt werden müssen.

In erster Linie setzen wir Botulinumtoxin in der Neurologie zu der Behandlung von Bewegungsstörungen (cervikale Dystonie, Blepharospasmus, Spasmus hemifacialis und Spastikbehandlung), als Migräneprophylaxe (PREEMPT-Schema mit Onabotulinumtoxin A) und für die Therapie der axillären Hyperhidrose ein.

In der ästhetischen Medizin ist Botulinumtoxin für die Korrektur von Glabellafalten (“Zornesfalte”) zugelassen. Viele Menschen empfinden Falten als erste Anzeichen der Alterung. Zwar gehören Falten zu unserer unverwechselbaren Persönlichkeit, sind Bestandteil der Gesichtsmimik und drücken unsere Gefühle aus, allerdings können sie auch als störend empfunden werden, wenn sie zu tief ausgeprägt sind und einen unfreundlichen Ausdruck vermitteln. Der Entstehung bzw. Verstärkung der senkrecht verlaufenden Zornesfalte zwischen den Augen, der quer verlaufenden Stirnfalten, der sogenannten Krähenfüße im seitlichen Augenbereich sowie der sog. Lippenfältchen an Ober- und Unterlippe kann hierdurch behandelt werden. Die ästhetische Anwendung von Botulinumtoxin ist im Gegensatz zu der medizinischen Anwendung eine individuelle Vorsorge- und Gesundheitsleistung.

Sprechen Sie uns mit Ihren Wünschen oder Fragen an.

05. Lumbalpunktion

Die Untersuchung des Liquors (“Nervenwassers”) ist für die Diagnose einer großen Zahl neurologischer Erkrankungen hilfreich, in der ambulanten Neurologie insbesondere für die Abklärung chronisch entzündlicher Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Die Untersuchung des Liquors wird in einem externen Labor durchgeführt, die Ergebnisse stehen uns zeitnah zur Verfügung.

Durchführung:

Der Liquor wird mittels Lumbalpunktion gewonnen. Dabei wird im Sitzen oder in Seitenlage eine dünne Hohlnadel zwischen zwei Wirbelkörpern im Bereich der Lendenwirbelsäule unterhalb des Rückenmarks in den Wirbelkanal eingeführt. Durch die Nadel werden wenige Milliliter Liquor für die erforderlichen Laboruntersuchungen entnommen. Das Einführen der Punktionsnadel ist wenig schmerzhaft.

Vor der Punktion erfolgt eine persönliche umfassende Aufklärung mit einem DIOMED-Fragebogen. Die Punktion wird dann an einem zweiten Termin morgens vorgenommen mit einer Nachbeobachtungszeit von 1-2 Stunden.

06. Klinisch-neurologische Untersuchung

Wesentlich für die Einordnung Ihrer neurologischen oder psychiatrischen Beschwerden sind Ihre Angaben bereits auf dem Aufnahmebogen unserer Praxis und bei der Anamneseerhebung. Daher ist es sehr hilfreich, wenn Sie alle verfügbaren Unterlagen, wie Medikamentenpläne, Arztberichte, Bildgebung auf CD oder eigene Aufzeichnungen (z.B. Kopfschmerztagebuch) mitbringen.

Die körperliche neurologische Untersuchung dient der Aufdeckung oder dem Ausschluss von Störungen des zentralen / peripheren Nervensystems, der Muskulatur oder psychosomatischer Störungen. Zur weiteren Erkennung, Früherkennung und Unterscheidung der einzelnen Krankheitsbilder sind meist mehrere der nachfolgend genannten Zusatzuntersuchungen erforderlich. In vielen Fällen ist die Früherkennung einer Erkrankung entscheidend für eine frühzeitig und gezielt beginnende und erfolgreiche Behandlung.

Das Spektrum der von uns angebotenen Zusatzuntersuchungen deckt nahezu die gesamte Bandbreite der diagnostischen Möglichkeiten unserer Fachgebiete ab.

07. Ausführliches Anamnese-Gespräch

Der Begriff „Anamnese“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Erinnerung“. Die Anamnese, präziser das Anamnese-Gespräch zwischen Arzt und Patient, gilt als der Schlüssel zur Diagnostik von Krankheiten. Im Gespräch erkundet der Arzt die Krankheitsgeschichte des Patienten und gewinnt zusätzliche Infos und Erkenntnisse. Um ein ausführliches Anamnese-Gespräch führen zu können, nimmt man sich im Privomed Gesundheitszentrum Zeit. Zeit, die nötig ist, um die optimale Behandlung und Therapie für den Patienten zu finden.

08. Psychometrische Testverfahren

Hierbei handelt es sich spezielle, validierte Testverfahren für Störungen der Psyche oder der Hirnleistung, die dazu beitragen, die Diagnose zu sichern, eine Verlaufskontrolle ermöglichen und / oder einen Therapieerfolg bestätigen können.

Hierzu zählen auch neurokognitive Testverfahren (z.B. für Orientierung und Gedächtnis) zur Abklärung auf eine Hirnleistungsstörung oder dementielle Erkrankung.

09. Früherkennung von Demenzerkrankungen

Mit steigendem Lebensalter und aufgrund der immer höheren Lebenserwartung, nimmt die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken, stetig zu. Wenngleich Demenzerkrankungen, z.B. eine Demenz vom Alzheimertyp (häufigste neurodegenerative Erkrankung) nicht heilbar sind, gibt es therapeutische Möglichkeiten um das Fortschreiten der Erkrankung hinaus zu zögern. Hierzu sollte die Therapie so früh wie möglich einsetzen. Aus diesem Grund ist eine rechtzeitige Diagnosestellung von großem Vorteil. Andererseits können behandelbare neurologische und psychiatrische Störungen, die die Hirnleistung betreffen, abgegrenzt und behandelt werden. Zu diesem Zweck werden u.a. spezielle psychometrische Testverfahren zur Überprüfung der Hirnleistung durchgeführt.

Sprechen Sie uns mit Ihren Wünschen oder Fragen an.

10. Schlaganfallvorsorge

In Deutschland erleiden jährlich 270000 Menschen einen Schlaganfall, davon rund 14.000 Menschen unter 50 Jahren und fast 80% in der Altersgruppe ab dem 60. Lebensjahr. Der Schlaganfall ist nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Tumorerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in den Industrieländern und stellt den wichtigsten Faktor für eine Langzeitbehinderung in Europa dar. Durch effektive Vorbeugemaßnahmen kann das Risiko eines jeden Einzelnen, einen Schlaganfall zu erleiden, nachgewiesenermaßen deutlich reduziert oder ein Schlaganfall gar vermieden werden.

Die Schlaganfallvorsorge beinhaltet:

  • Die Erstellung Ihres aktuellen individuellen Risikoprofils
  • Die farbkodierte Duplex- und Dopplersonographie der hirnversorgenden Arterien
  • Eine ausführliche Beratung hinsichtlich der wirkungsvollsten Vorbeugemaßnahmen nach aktuellem wissenschaftlichem Stand

Sprechen Sie uns mit Ihren Wünschen oder Fragen an.

11. Gutachten

Neurologische und psychiatrische Fachgutachten werden für folgende Institutionen erstellt:

  • Führerscheinstellen
  • Notariate
  • Privatversicherungen
  • Rentenversicherung
  • Berufsgenossenschaften
  • Gesetzliche Krankenversicherungen

Adresse

Olgastraße 50, 70182 Stuttgart

Rufen Sie an

+49 (0) 711 248 65 421

Bodyline

+49 (0) 711 234 91 02

Senden Sie eine Mail

info@privomed.de